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um
Christi Geburt
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Das Ammertal ist zu dieser Zeit von Kelten besiedelt. Für
die Zeit von ca. 100 v. Chr. bis 50 n. Chr. ist nach neuesten
Forschungen eine Kultstätte der einheimischen Bevölkerung
auf dem Döttenbichl nachweisbar.
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um
15 v. Chr.
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Schlacht zwischen der einheimischen Bevölkerung und Teilen
der 19. Legion des Drusus im Ammertal.
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8. Jhd.
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Erste christliche Seelsorger verkünden das Evangelium im
Ammertal. Laut einer Volkssage kommen diese ersten Priester
aus Waltenhofen.
Die Kappelkirche bei Unterammergau (Ldk. Garmisch-Partenkirchen)
war wohl das erste Gotteshaus im Ammertal.
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9. Jhd.
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Der Ammergau taucht als kleiner Gau Baierns erstmals in
schriftlichen Quellen auf.
Damalige Ausdehnung: wahrscheinlich das heutige Ammertal
sowie die Gemeinden Kohlgrub und Bayersoien.
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Ende
9. Jhd.
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Der Welfe Ethiko siedelt sich im Ammergau an. Die
Welfen besitzen bereits mehrere Allodien im Ammergau.
Ethiko stiftet im Ammergau ein Kloster, das von seinem
Sohn aber nach Altomünster und unter Welf II. nach
Altdorf in Schwaben verlegt wird.
Nach Verlegung des Klosters werden die vorhandenen Gründe
zur Dotierung eines eigenen Pfarrers im Ammertal verwendet.
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1074
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Welf IV.
stiftet das Kloster Rottenbuch. Die Seelsorger
im Ammergau werden von dort aus bestellt.
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1121
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Heinrich der Schwarze lässt über dem Grab von Ethiko eine
Kirche erbauen.
Stiftungsfond der ersten Kirche: ein ganzer Hof, der sogenannte
St. Peterhof.
Stiftungsfond der Pfarrstiftung: ein halber Hof als Widdum.
Der Seelsorgsbezirk umfasst anfangs die heutigen Gemeinden
Ober- und Unterammergau, Ettal, Kohlgrub und Bayersoien.
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12. Jhd.
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Welf VII. verkauft seine Ammergauer Güter an das schwäbische
Adelsgeschlecht der Hohenstaufer bzw. vergibt einen
kleineren Teil an das Stift Kempten.
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1167
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Welf VII. stiftet für seinen verstorbenen Sohn einen Jahrtaggottesdienst
in Kempten.
Diese Stiftung stattet er mit seinem Ammergauer Allod aus,
welches aus 14 Gütern und dem Patronatsrecht besteht.
Gleichzeitig veräußert er 60 Höfe des Ammergaus an die
Hohenstaufer.
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1221
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Kloster Rottenbuch wiederholt seinen Anspruch auf das Patronatsrecht
der hiesigen Pfarrei gegen die Forderungen des Stifts
Kempten.
Der kaiserliche Hofkanzler entscheidet aber zugunsten des
Stifts in Kempten.
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1268
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Konradinische Schenkung
Nach dem Tod von Konradin gehen die staufischen Besitzungen
im Ammergau 1269 an das Geschlecht der Wittelsbacher in
Person von Herzog Ludwig.
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1273
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Kaiser Rudolf von Habsburg bestätigt den Wittelsbachern
ihren Besitz im Ammergau.
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1275
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In einem Salbuch werden die Wittelsbacher Besitzungen im
Ammergau näher bezeichnet:
60 Höfe, wovon 7 Höfe im obern Dorf Ammergau liegen.
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1295
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Das hoch verschuldete Stift Kempten verkauft einen Teil
seiner Ammergauer Besitzungen und das Patronatsrecht an
das Kloster Rottenbuch.
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1298
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Bischof Enicho von Freising genehmigt diesen Verkauf.
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1316
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Magister Wolfram, Domherr in der Bischofsstadt Augsburg,
leistet gegenüber dem Bischof von Freising förmlichen
Verzicht auf seine Pfarrei Oberammergau zugunsten Propst
und Konvent von Rottenbuch.
Von nun an setzt der Propst von Rottenbuch die Pfarrer
in Oberammergau ein.
Anfang des 14. Jahrhunderts existieren neben der Mutterkirche
in Oberammergau noch je eine Filialkirche in Niederammergau
und Soien.
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1330
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Kaiser Ludwig der Bayer (1317-1347) stiftet Kloster
Ettal samt Ritterstift, nachdem er vom Ammergauer
Jäger Heinrich Vendt über den Kienberg ins Ammertal herauf
geführt wurde.
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1330
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Kaiser Ludwig der Bayer verbrieft den Oberammergauer Bauern
am 23. April 1330 ihre alten Rechte und Freiheiten.
„Wir
Ludwig von Gottes Genaden römischer Kayser, zu allen Zeiten
Mehrer des Reichs, thuen kundt allen den, die diesen Brieff
ansehen oder hören lesen, daß wir von besonder Genaden
der Paurschaft gemeiniglich zu Oberammergau die Gnadt
gethan haben und thuen, daß Wir wöllen, daß sye Erbrecht
und Paurecht haben, auf den Guettern, es seyen Hof oder
Hueb, die gelegen seindt in dem Amergau, die wir mit Eygenschafft
der Vogtey zu unsern neuen Closter Etall unser lieben
Frauen göben, und geordnet haben, was die sündt, geistlicher,
weltlicher hinfüran die Gepaurschafft bey den unsern Genaden
beleiben lassen in aller Weis, und Gewonheit, als sie
dan die Guet voher genossen haben und ingehabt, doch daß
sie die Gueth, Hof oder Hueb jährlich verzunsen sollen,
zu unsern neuen Closter Ettal und andern, den die Gueth
mit Aigenschafft angehören. Davon wöllen wür, und gebieten
allen unsern Vizthumen, Ambtleuthen, Pflegern, Richtern,
wie die genandt sindt, die jezo sindt, und fürbaz weden,
daß sye die vorgenante Paurschafft, auf diese vorbeschribene
unsere Genad schirmen und fitern, und nicht gestatten,
daß Ihm die Niemandt übersache in kein Weis bei unser
Hulde. Und darüber zu Urkundt und Sicherheit geben wir
In disen Brief mit unsern Insigl versigelt, der geben
ist zu München, da man zählt von ChristiGeburth 1330.
Jahr an sant Geörgen Tag in dem 16. Jahr unsers Reichs,
in dem dritten Jahr des Kayserthums.“
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1330
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Kaiser Ludwig der Bayer legt am 28. April 1330 den Grundstein
des neuen Kloster. In den Wochen zuvor wurde der Wald
am Ampferang gerodet.
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1332
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Nach Fertigstellung der ersten Bauten beziehen 14 Ritter
und 22 Benediktinermönche, darunter 14 Priester das neue
Kloster, das zu Ehren der Gottesmutter Maria errichtet
wurde
Der Gründungsfond besteht aus:
Weide-, Forst- und Jagdrecht in den umliegenden Bergen
alle wittelsbachischen Erbgüter des Ammergaues.
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1332
|
Das Dorf Oberammergau erhält von Kaiser Ludwig den Bayern
das Niederlagsrecht zuerkannt, wodurch den Bewohnern eine
neue Einnahmequelle eröffnet wird. Der Handel über die
Rottstraße blüht allmählich auf.
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1343
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Die Pfarrei
Oberammergau verliert mit dem 6. Januar 1343 die Ettaler
Gebiete und das Graswangtal. Dort wird eine eigene Pfarrei
eingerichtet, so der damalige Freisinger Bischof Leutold.
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1343
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Kaiser Ludwig der Bayer schenkt dem Kloster Ettal die Burg
und das Dorf Peiting.
Diese Schenkung wurde 1348 von seinem Sohn Ludwig den Brandenburger
wieder rückgängig gemacht.
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1348
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Kloster Ettal erhält von Herzog Ludwig dem Brandenburger
(1347-1361) das Gericht Ammergau. Dieses Gebiet erstreckt
sich von der Brücke bei Echelsbach bis jenseits der Loisach.
Das Kloster darf nun die Richter über Ammergau einsetzen.
Der Amtsinhaber hat die niedere Gerichtsbarkeit über die
Gegend inne. Seine Gerichtsherrlichkeit erstreckt sich
auch über die im Gebiet wohnenden Grundholden des Klosters
Rottenbuch.
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1352
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Ludwig der Brandenburger bestätigt das Erbrecht und die
Freiheiten der Oberammergauer Bauernschaft.
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um 1356
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Ein Herr Konrad ist Pfarrer in Oberammergau.
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1362
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Das Stift Kempten veräußert den Rest seiner Ammergauer
Besitzungen an das Kloster Rottenbuch (elf Güter, wovon
zwei in Oberammergau liegen).
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ab
14. Jhd.
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Die Straße von Au (heute Oberau, Ldk. Garmisch-Partenkirchen)
über den Kienberg nach Ammergau wird im Zuge des Aufbaus
Ettaler Kloster wieder instandgesetzt.
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14./15. Jhd.
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Das Dorf Oberammergau profitiert vom lebhaften Handelsverkehr
auf der Strecke von Venedig nach Augsburg und Nürnberg.
Die Oberammergauer Fuhrleute, die sogenannten Rottfuhrmänner,
übernehmen den Transport auf der Strecke zwischen Partenkirchen
und Schongau.
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1404
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Der Pfarrhof sowie sieben Häuser brennen am 4. März 1404
nieder.
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1405
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Die Herzöge Ernst (1402-1435) und Wilhelm (1402-1438) bestätigen
das Freiheitsrecht der Ammergauer Bauern
Das Verhältnis zwischen dem Kloster Ettal und den Ammergauer
Grundholden war umfassend geregelt.
Jeder Bauer musste dem Kloster jährlich in die Stift gehen.
Der Abt gab ihnen dafür das Gut pflichtgemäß als Leihgabe.
Die Bauern waren verpflichtet, die Güter in gutem Zustande
zu halten.
Beim Tod eines Bauern musste der Abt dessen Gut an die
Erben weitergeben.
Wenn kein Erbe vorhanden war, so hatte der Abt das Gut
an einen aus der Bauernschaft Ammergaus zu geben.
Der Abt durfte zudem niemandem das Erbrecht abkaufen.
Andererseits durfte ohne die Genehmigung des Abtes nichts
von den Gütern verkauft werden.
Da durch die Vererbung mittlerweile viele Güter nur noch
aus Viertelhöfen bestanden, wurde die weitere Teilung
nur durch Genehmigung des Abtes ermöglicht.
Folgende Abgaben mussten die Ammergauer Bauern an das Kloster
Ettal jährlich leisten:
1 Kreuzer zum Stiftspfennig
13 Metzen Hafer
1 Pfund Flachs
1 Schaf und ein Vogthuhn
Darüber hinaus mussten Besitzer eines ganzen Hofes im Mai
und im Herbst je 60 Pfennig an den Abt zahlen.
Die Bauern waren außerdem verpflichtet, einmal im Jahr
bei der Heumahd des Kloster zu helfen.
Zudem hatte die Bauernschaft als Ganzes im Mai und im Herbst
je 4 Pfund Münchner Pfennige abzuliefern.
Die Jagdberechtigung lag allein beim Kloster Ettal. Außerdem
besaß es das Fischrecht auf der Ammer.
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1420
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Die Herzöge Ernst und Wilhelm bestätigen das Niederlagsrecht
für die Oberammergauer.
„Allwög,
dieweil die Straß geht, und ninderst anderstwo, und soll
auch Niemand kein Kaufmannschaft führen, dann die von
Oberammergau mit ihren Geschirren.“
Laut der Volkssage befand sich nördlich des Ortes am sogenannten
Warbüchl die Warenniederlage für die Rottfuhrleute.
Die Oberammergauer Rottfuhrleute hatten auch für den Unterhalt
der Straße Sorge zu tragen.
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1429
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Die Herzöge Ernst und Wilhelm bestätigen die Stiftung des
Frühmessbenefiziums in Oberammergau.
Stifter istder Nürnberger Kaufmann Ulrich Arzat.
Die Stiftung sieht vor, einen Priester als ewigen Kaplan
hier einzusetzen, der dem Oberammergauer Pfarrer hilfreich
zur Seite stehen soll.
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1432
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Herzog Ernst (1402-1438) schlichtet Streit zwischen der
Gemeinde Oberammergau und dem Kloster Ettal um das Weiderecht
im Scherenlaich. Es erfolgt Teilung zwischen den beiden
Parteien.
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1432
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Herzog Ernst (1402-1438) bestätigt erneut das von Kaiser
Ludwig den Bayern erstmals verbriefte Freiheitsrecht der
Ammergauer Bauern.
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1436
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Das Generalvikariat des Bistums Freising bestätigt die
Stiftung des Frühmessbenefiziums durch Ulrich Arzat.
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15. Jhd.
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Bergbauversuche im Ammergau, u.a. eine Silbergrube am Weißtenstein.
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1444
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Der Oberammergauer Bauer Peter Pfeffrer wird in Murnau
in Haft genommen wegen Frevel und Ungehorsam gegenüber
dem Kloster Ettal.
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1444
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Herzog Albrecht der Fromme (1438-1460) bekräftigt erneut
das Ammergauer Freiheitsrecht.
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1446
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Ein Oswald ist Pfarrer in Oberammergau.
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1451
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Ermordung des Oberammergauer Pfarrers Johannes Kolb, der
Oswald nachgefolgt war.
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1464
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Heinrich Faistenmantel wird von Herzog Sigmund (1460-1467)
zum Bergrichter im Ammergau ernannt.
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1481
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Errichtung einer Kaplanei in Unterammergau.
Ende des 15. Jhd.s werden auch die Seelsorgsstellen Kohlgrub
und Soien von Ammergau abgetrennt und zu eigenständigen
Pfarreien umgewandelt.
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um 1495
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Hans Eyrl ist Ettalischer Richter und Zollner in Oberammergau.
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1500
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Erhard Eyrl ist dessen Nachfolger.
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um 1500
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Joh. Schallhammer ist Pfarrer in Oberammergau. Gestorben
1505.
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1503
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Erhard Groß schlug im Ettaler Bannwald unerlaubt Holz,
weswegen sein Besitz vom Kloster Ettal gepfändet wird.
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1503
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Herzog Albrecht der Weise (1467-1508) bestätigt in einem
erneuten Vergleichsbrief das Recht der Ammergauer Bauern
auf Freiheit und Erbrecht.
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1507
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Die beiden Oberammergauer Hans Stenglin und Hans Reicher
werden wegen unbefugten Fischens vom Ettaler Prälaten
ins Gefängnis gesteckt.
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1507
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Erneut bestärkt Herzog Wolfgang das Freiheits- und Erbrecht
der Ammergauer Bauern.
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vor 1517
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Pfarrer Ambrosius Edling in Oberammergau tätig.
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1519
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Mittlerweile übernahm Alexander Eyrl das Amt des Richters
von Ettal in Oberammergau.
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ca. 1520
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Hanns Eyrl ist Ettaler Richter in Oberammergau.
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1528
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Laut den schriftlichen Quellen war ein Ulrich Weiß in diesem
Jahr als Pfarrer in Oberammergau tätig.
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1530
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Die Herzöge Ludwig und Wilhelm (1516-1545) erlauben den
Oberammergauer Fuhrleuten die Einforderung eines Wegegeldes
in Höhe von einem Kreuzer pro geladenem Rottwagen.
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1554
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Das Präsentationsrecht für das Frühmessbenefiziums geht
an die Kirchenpfleger über.
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1563
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In den Quellen findet sich erstmals ein Hinweis auf einen
Gemeindekasten (Getreidespeicher) in Oberammergau. Die
Murnauer und Schongauer beklagen nämlich, dass die Einheimischen
darin Markt halten würden.
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1566
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Inzwischen führt Alexander Eyrl das Amt des Ettaler Richters
und Lehensprobstes.
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1568
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Neben dem Pfarrer Kaspar Pennenberger wirkt hier der Kaplan
Josef Kölbl.
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1569
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Schon ein Jahr später wird ein Wolfgang Fischer als hiesiger
Pfarrer genannt.
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1574
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Im Gemeindegebiet „Auf dem Anger“ brennen sechs Häuser
nieder.
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1577
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Kaspar Promberger heißt der damalige Pfarrer von Oberammergau.
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1580
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Auf dem Gipfel des Kofel wird am 30. Mai 1580 eine kolossale
Bildsäule aufgestellt. Sie ist ein Geschenk des Nürnberger
Kaufmanns Georg Pabst.
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1587
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Hans Lechner hat das Amt des Richters inne.
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15./16. Jhd.
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Drei große Familien bestimmen in diesen Jahrhunderten die
Geschicke des Ortes. Neben der Familie Fendt wirkt das
Geschlecht der Eyrl und die Faistenmantel im Ammergau.
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1599
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Dietrich Pettenbeckh ist Ettaler Richter in Oberammergau.
Mittlerweile hat das Ammergauer Gericht die Selbständigkeit
eingebüßt. Der Ammergauer Richter ist dem Murnauer Pfleger
unterstellt.
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Ende
16. Jhd.
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Der Handelsverkehr über die Rottstraße nimmt allmählich
ab.
Es wird erstmals nachweisbar, dass mehrere Bewohner Oberammergaus
sich Fertigkeiten in der Schnitzkunst erworben haben und
damit einträgliche Geschäfte betreiben.
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um 1600
|
Der Ort wird von den Sechs und den Zwölf verwaltet.
Die Sechs bilden eine Art Gemeindevorstandschaft. Sie kontrollieren
die Rechnungsführung, sie beaufsichtigen die Gemeindearbeiten
und bestellen den Schulmeister, die Gemeindediener und
Hirten.
Die Zwölf bilden die Vertreter der Gemeinde. Sie werden
von den Sechs bei wichtigen Angelegenheiten zu Rate gezogen.
Die Neuwahl der beiden Gremien findet jährlich statt.
Diese Gemeindebehörden waren dem Ettalischen Richter untergeordnet.
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Anfang
17. Jhd.
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Der Abt von Ettal Leonhard Hilpolt und der Murnauer Pfleger
Urban Morhard weisen aus Oberammergau aufgrund der Überbevölkerung
alle unrechtmäßig hier sesshaft Gewordenen aus.
Sie wandern nach Österreich und Schwaben sowie in andere
Gebiete Bayerns aus.
Es gibt erste Hinweise, dass um diese Zeit bereits eine
Schule in Oberammergau existierte.
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|
17. Jhd.
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Weitere Familien gewinnen im Ort an Bedeutung. Dies sind
vor allem die Kriegls, die Ruetz, die Auers, die Glöggls,
die Familien Ederle, Rainer, Ray und Zwink.
Erstmals kennt man Namen von jenen Oberammergauern, die
sich mit der Schnitzerei beschäftigen.
Hans und Michael Faistenmantel, Simon, Veit, Jakob und
Hans Rutz, Bernhard und Hans Eyrl, Balthasar Ray.
Das Gewerbe des Rottfuhrwesens betreiben noch: Hans Faistenmantel,
Paul Bader, Paul Plaikner, Kaspar Auer, Kaspar Faistenmantel,
Anton Auer, Gregor Rainer und Jörg Niggl.
Beschreibung der alten Kirche von Oberammergau:
Drei Altäre, wobei der Hauptaltar den Aposteln Petrus und
Paulus und die beiden Seitenaltäre der hl. Dreifaltigkeit
bzw. der hl. Jungfrau und Märtyrerin Katharina geweiht
ist. An die Kirche ist eine Kapelle angebaut, in der ein
Altar zu Ehren der hl. Mutter Anna errichtet ist.
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1608
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Johannes Reisch wird Pfarrer in Oberammergau.
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1613
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Johannes Gastl übernimmt die Pfarrei St. Peter und Paul.
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1620
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Der Pfarrhof brennt am 15. Dezember 1620 nieder.
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1622
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Zwei Geistliche werden in diesem Jahr als Pfarrherren erwähnt:
Jodokus Windt und Urban Arber.
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1625
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Erneut findet ein Wechsel in der Pfarrei statt. Anton Pärtl
heißt der neue Pfarrer.
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1627
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Primus Christeiner wird der neue Pfarrer in Oberammergau.
Er ist eines der Opfer der Pest im Jahr 1633. Er stirbt
am 28. Januar 1633 in Oberammergau.
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1629
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Magister Albert Wagner aus Ingolstadt wird Richter in Oberammergau.
Davor hatten dieses Amt ein Dietrich Pettenpeck (bis etwa
1617) und ein Elias Stattler aus Mattrai inne.
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1632
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Einfall der Schweden in Bayern im Zuge des 30jährigen Krieges
(1618-1648)
Am 4. Juni 1632 dringen schwedische Reiter plündernd bis
zum Kloster Ettal vor, wo sie zwei zurückgebliebene Mönche
töten.
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1633
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Marcellus Fatiga folgt Pfarrer Christeiner nach, stirbt
aber noch im selben Jahr an der Pest (Tod am 19.3.1633
dokumentiert).
Ihm folgt nach der Pfarrer Felician Kraus.
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1633
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Die Pest wütet im Oberland. In Oberammergau sterben vom
Kirchweihfest bis 28. Oktober 84 Personen am „Schwarzen
Tod“. Daraufhin beschließen die Oberammergauer, alle zehn
Jahre das Spiel vom Leiden und Sterben Jesu Christi aufzuführen,
sollte der Ort von der Pest befreit werden.
„In dem großen Leidwesen, welches die furchtbare
Krankheit über die Gemeinde gebracht hatte, sind endlich
die Vorgesetzten der Gemeinde, die Sechs und Zwölf, zusammengetreten,
und haben das Verlobniß gemacht, die Passionstragödie
alle zehn Jahre zu halten, und von dieser Zeit an ist
kein einziger Mensch mehr gestorben, obwohl noch etliche
die Pestzeichen an sich hatten.“ (Vgl. Daisenberger, Geschichte des Dorfes Oberammergau,
ND 1988, Seite 60)
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1634
|
Erstmals wird das Spiel vom Leiden und Sterben Christi
in auf dem Friedhof in Oberammergau aufgeführt. Es ist
unbekannt, welcher Text damals verwendet wurde. Ab 1680
wird auf die Zehner-Jahre gewechselt.
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1635
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Bis ins Jahr 1641 ist Johannes Molitor der Oberammergauer
Pfarrer.
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1637-
1667
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Das Frühmessbenefizium bleibt in diesen 30 Jahren unbesetzt,
nachdem 1637 Andreas Perkhofer verstorben war.
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1641
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Hilarius Speidler übernimmt die Pfarrei von Oberammergau.
Im selben Jahr plant der Rottenbucher Probst die Errichtung
eines eigenes Pfarrvikariats in Unterammergau.
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1643
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Große Mäuseplage in den Fluren rund um den Ort.
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1644
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Zur Verhinderung einer erneuten Mäuseplage wird der St.
Magnus-Stab von Füssen gebracht und in feierlicher Prozession
über die Felder getragen.
Zum zweiten Mal wird in Oberammergau das Passionsspiel
aufgeführt.
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1648
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Bruderschaft des Heiligen Rosenkranzes wird gegründet.
Im selben Jahr wird Sigmund Marböck der Pfarrer von Oberammergau.
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1654
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Zwanzig Jahre nach dem Passionsgelübde ist der Friedhof
der Pfarrkirche erneut Schauplatz des Spiels von Leiden
und Sterben Jesu Christi.
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1655
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Primus Haltenberger heißt der neue Pfarrer von Oberammergau.
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1664
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Für dieses Passionsspiel ist erstmals ein Text überliefert.
Das Manuskript stammt aus dem Jahr 1662 und ist eine Verbindung
zweier älterer Passionsspieltexte.
Als neuer Pfarrherr wird Franz Mayr installiert.
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1667
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Elias Thoma wird als Frühmessbenefiziat eingesetzt.
Einige Jahre später wird der Oberammergauer Michael Eyrl
Frühmessbenefiziat. Bekannt wurde er unter anderem durch
die Herausgabe eines eigenen Buches: „poeta thelogicus“
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1669
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Der Rottenbucher Chorherr Augustin Grieninger wird Nachfolger
von Franz Mayr als Ortsgeistlicher.
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1670
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Für zwei Jahre übernimmt Tobias Herele die Pfarrei.
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1672
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Ambros Mayr ist der neue Pfarrer von Oberammergau.
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1674
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Augustin Grieninger, Pfarrvikar in Oberammergau, erweitert
den Text von 1662 mit Passagen aus einem Weilheimer Passionsspiel
des Pfarrers Johannes Älbl.
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1675
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Tobias Herele übernimmt erneut – allerdings nur für ein
Jahr – das Amt des Oberammergauer Pfarrers.
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1676
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Gilbert Gast, der spätere Probst des Augustinerchorherrenstifts
Rottenbuch wird Pfarrer in Oberammergau.
1681 übergibt er die Pfarrgründe (vier halbe Viertel) an
Dorfbewohner zur Bewirtschaftung.
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1680
|
Die Gemeinde führt das Passionsspiel nun in den Zehnerjahren
auf. Gründe dafür lassen sich in den Quellen nicht finden.
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1682
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Ein Kurfürstliches Revisorium vom 5. Januar 1682 bestätigt,
dass die Bildschnitzerei als freies Gewerbe anzusehen
ist.
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1683
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Floridus Porth folgt Gilbert Gast als Pfarrer nach. Bis
1691 bleibt er als Geistlicher in Oberammergau.
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1687
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Andreas Roman Erlböck, der aus Schlackenwörth in Böhmen
stammte, übernimmt das Richteramt. Davor waren ein Georg
Miller und ein Johannes Rieger in diesem Amt. Er bleibt
Richter bis 1720.
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1690
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Zum siebten Mal wird das Passionsspiel in der Pfingstzeit
aufgeführt.
In dieser Zeit wird der Pfarrhof umgebaut.
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1691
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Remigius Wager wird der neue Pfarrer in Oberammergau.
Die Gemeinde muss 13 Männer zur Landesverteidigung bereit
halten.
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1693
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Erneut wird ein neuer Pfarrer eingesetzt. Nun übernimmt
Albert Schaur das Amt.
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1694
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Nach nur einem Jahr wechselt zum wiederholten Mal der Ortspfarrer.
Floridus Porth kommt für sechs Jahre wieder nach Oberammergau.
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1695
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Haustierbestand in den Jahren 1695-1697:
100
In dieser Zeit werden kaum Schafe und Ziegen in Oberammergau
gehalten.
Viele Oberammergauer stehen damals als Tagelöhner in Diensten
des Klosters Ettal.
Das Rottfuhrwesen wird praktisch nicht mehr betrieben.
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1696
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Gemeinde fasst den Beschluss zum Bau eines eigenen Schulhauses.
Im folgenden Jahr wird der Bau durchgeführt.
In den Jahren 1696 / 97 waren die Sechs: Sebastian Ruez,
Franz Würmseer, Urban Gabler, Adam Göbl, Sebastian Sailer,
Hans Sprenger.
In den Jahren 1697 / 98: Kaspar Osterrieder, Franz Würmseer,
Sebastian Sailler, Johannes Kriegl, Urban Sam, Mang Ruez.
In den Jahren 1698/ 99: Kaspar Osterrieder, Franz Würmseer,
Sebastian Sailler, Johannes Kriegl, Urban Sam, Mang Ruez.
Ende des 17. Jhd.s betrugen die Einnahmen der Gemeindekasse:
386 Gulden 47 Kreuzer, Ausgaben: 343 Gulden 41 Kreuzer.
Schuldenstand: 91 Gulden 27 Kreuzer.
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1697
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Einführung der Ölbergandacht durch Pfarrer Floridus Porth
jeweils an den Donnerstagen in der Fastenzeit.
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Ende
17. Jhd.
|
Zu dieser Zeit werden in Oberammergau jährlich zwischen
40 und 50 Kinder geboren. Mitte des 19. Jhd.s beläuft
sich die Geburtenzahl auf zirka 30 bis 40 Kinder pro Jahr.
168 zu den Gemeindeanlagen beisteuernde Männer zählte damals
der Ort.
Grundbesitzverhältnisse:
149 halbe Viertelhöfe, daneben 4 Halbviertelhöfe des hiesigen
Richters, des Kammerrichters zu Ettal und des hiesigen
Pfarrers.
25 Personen besaßen zwei halbe Viertel.
6 Personen besaßen je drei halbe Viertel.
64 Personen besaßen je einen halben Viertel.
Etwa 50 Prozent der Oberammergauer Einwohner hatte eigenen
Grundbesitz.
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Anfang
18. Jhd.
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Aufblühen der Bildschnitzerei
Nun wird auch vermehrt mit Wachs und Keim als Material
gearbeitet.
Oberammergauer vertreiben ihr Kunsthandwerk mittlerweile
in ganz Deutschland und Europa.
Verleger aus dem Ort betreiben Niederlassungen in St. Petersburg
(Russland), Kopenhagen (Dänemark), Trondheim (Norwegen),
Göteborg (Schweden), Cadix (Spanien), Bremen (Preußen),
Groningen (Niederlande), Amsterdam (Niederlande).
Der ganze Ort profitiert vom wachsenden Handel mit Schnitzwaren.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wird das Fassen der Schnitzereien
in Oberammergau als neuer Handwerkszweig eingeführt.
Anfang des 18. Jahrhunderts ist ein Michael Weber Lehrer
in Oberammergau.
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1700
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Malachias Pessenbacher heißt der neue Pfarrer.
Die Aufführung des Passionsspiels in diesem Jahr verursacht
der Gemeinde Schulden in Höhe von 60 Gulden.
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1701
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Gaudenz Mayr wird Pfarrer in Oberammergau.
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1702
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Floridus Porth übernimmt zum dritten Mal das Amt des Pfarrers.
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1703
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15 Mann aus Oberammergau errichten hinter dem Linderhofe
und am Kienberg oberhalb der Au (Oberau, Ldk. Garmisch-Partenkirchen)
Verhaue und Schanzen.
Tiroler und kaiserliche Truppen nehmen am 27. August 1703
die Schanze der Landwehren bei Farchant und dringen Richtung
Norden vor.
Oberst Baron Heindl marschiert über den Kienberg ins Ammertal.
Die Oberammergauer Bevölkerung flieht daher aus dem Ort.
Da der Ettaler Abt 5000 Gulden an die siegreichen Truppen
zahlt, bleibt der Ammergau von Plünderungen verschont.
Bis ins Jahr 1708 hinein ist German Pecher, ebenfalls ein
Rottenbucher Konventuale, der Pfarrer von Oberammergau.
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1704
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Ober- und Unterammergauer Landwehrmänner wehren am 28.
Januar 1704 einenTiroler Einfall ab.
Später im Frühjahr 1704 wird unterhalb der Kapellenwand
eine Schanze zum Schutz des Ortes errichtet.
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1708
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Ein extrem kalter Winter lähmt das Leben im Ammertal.
Zum zweiten Mal übernimmt Gaudenz Mayr die Pfarrei Oberammergau.
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1709
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Remigius Wager wird der Nachfolger von Gaudenz Mayr als
hiesiger Ortsgeistlicher.
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1710
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Erneut findet ein Wechsel in der Pfarrei statt. Gaudenz
Mayr übernimmt ein drittes Mal die Pfarrstelle im Ort
unterm Kofel.
Der Frühmessbenefiziat Thomas Ainhaus leitet das Passionsspiel
und verbessert dazu auch den Text geringfügig.
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1712
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Die Oberammergauer Landwirtschaft wird von einer Pferde-
und Rinderseuche heimgesucht.
Ignaz Reiner, der in Oberammergau auch begraben ist, wird
Pfarrer.
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1714
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Albert Schaur übernimmt für mehrere Jahre das Pfarramt
in Oberammergau.
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1719
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Ein schwerer Sturm richtet großen Schaden im Bannwald oberhalb
des Malensteins an.
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1720
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In den Gemeinderechnungen ist ein Schuldenstand von 3219
Gulden dokumentiert. Erst im Jahr 1766 ist die Gemeinde
wieder schuldenfrei und bleibt es bis 1796.
Auch in diesem Passionsjahr übernimmt Thomas Ainhaus die
Leitung des Spiels. Die Gemeinde muss ein Minus von 73
Gulden tragen. Wahrscheinlich hat Pater Karl Bader vom
Kloster Ettal den Text für dieses Spiel überarbeitet.
Johann Reischl heißt der neue ettalische Richter in Oberammergau.
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1723
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Kurfüst Max Emanuel besucht das Kloster Ettal. Eine berittene
Mannschaft aus Oberammergau paradiert dort zur Begrüßung.
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1724
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Joseph Ignaz Daser kommt in Oberammergau auf die Welt.
1750 wird er zum Priester geweiht
Der aus einem wohlhabenden Hause stammende Daser baute
sich in Oberammergau ein prächtiges Wohnhaus neben der
Kirche. Heute ist in diesem Gebäude das Staatl. Forstamt
untergebracht.
Er stiftet sehr viel Geld für die Armen des Ortes.
Am 1. Juli 1785 stirbt Joseph Ignaz Daser in Oberammergau.
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1725/26
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Großer Wein- und Bierprozess.
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1726
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Augustin Sartor wird der neue Pfarrer.
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1729
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Waldbrand oberhalb der Kapellenwand. 18 Oberammergauer
Männer sind zum Löschen im Einsatz.
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1730
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Nach vierjähriger Amtszeit Sartors wird Anselm Mannhardt
Pfarrherr.
Das Passionsspiel wird in diesem Jahr zweimal aufgeführt.
Den Ausgaben von 158 Gulden stehen Einnahmen in Höhe von
74 Gulden gegenüber. Der Frühmessbenefiziat Max Anton
Erlböck leitet erstmals das Spiel. Der Rottenbucher Chorherr
Anselm Manhardt, der 1730 Pfarrvikar in Oberammergau wird,
erneuert den Text, integriert allegorische Figuren (Neid,
Sünde, Tod) und führt Lebende Bilder ein.
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1731
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Das Ökonomiegebäudes des Pfarrhofs gerät in Brand und wird
völlig zerstört. Joseph Schmuzer, der auch die neue Pfarrkirche
mit errichtet hat, wird mit von Pfarrer Mannhardt mit
dem Wiederaufbau beauftragt.
Die Kosten für den neuen Pfarrhof belaufen sich auf 1334
Gulden.
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1732
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Eine schwere Viehseuche grassiert in Oberammergau. Zudem
richtet eine Mäuseplage großen Schaden auf den Wiesen
und Äckern an.
Augustin Sartor übernimmt für drei Jahre noch einmal die
Pfarrei im oberen Ammertal.
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1735
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Der spätere Prälat des Stifts Rottenbuch, Clemens Prasser,
wird neuer Pfarrer. Er leitet federführend den Bau der
neuen Kirche und prägt das theologische Programm, nach
welchem der neue Kirchenbau ausgestattet wird.
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1736
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Der Bau der neuen Pfarrkirche wird begonnen. Wegen der
Baufälligkeit des alten Gotteshaus wird der Neubau nötig.
Neben Josef Schmuzer, dem Architekten, wirken am Bau Franz
Xaver Schmädl (Schnitzereien, Altäre) und Matthäus Günther
(Fresken) mit.
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1737
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Nach schweren Regenfällen tritt die Laine über ihre Ufer
und setzt den Ort unter Wasser.
Franz Feichtmair wird als Richter eingesetzt und übt das
Amt bis 1742 aus.
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1739
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Am Allerheiligenfest wird die erste Messe im neuen Kirchenbau
gefeiert.
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1740
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Sehr strenger Winter mit großem Frost. Noch im Mai 1740
bedeckt eine hohe Schneedecke das Tal. In Folge dieses
miserablen Wetters fällt die Ernte in diesem Jahr katastrophal
aus.
Zweimal wird das Passionsspiel aufgeführt. Max Anton Erlböck
leitet wiederum die Inszenierung.
Prosper Staudinger folgt Clemes Prasser als Pfarrer nach.
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1742
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Der Neubau der Pfarrkirche wird abgeschlossen.
In diesem Jahr übernimmt Melchior Dösch das Richteramt,
welches er bis 1792 ausübt. Am 15. Juli 1792 stirbt er
im Alter von 78 Jahren.
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1744
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Nach einem
Blitzschlag brennen am 5. Juli 1744 im Ort neun Häuser
nieder. Die neue Pfarrkirche kann mit Müh und Not vor
den Flammen gerettet werden.
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1748
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In der Fastenzeit wird erstmals die Kreuzschule Christi
in der Kirche dargestellt. An jedem Fastensonntag wird
ein Akt aufgeführt.
Wie schon 1737 richtet ein Laine-Hochwasser erneut großen
Schaden im Ort an.
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1749
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Feierliche Einweihung des neues Gotteshauses „St. Peter
und Paul“ am 17. Juni 1749 durch Weihbischof Johann Ferdinand
Freiherr von Poedigheim aus Freising.
Viele wohlhabende Oberammergauer Bürger trugen zur Ausstattung
der Kirche bei.
Joachim Bauhofer übernahm die Herstellung des Hochaltars
Martin Ruez finanzierte den Dreifaltigkeitsaltar
Sebastian Pusch stiftete für den Kreuzaltar
Die Verleger Linder und Hohenleitter übernahmen die Kosten
für den St.-Anna-Altar
Der gebürtige Oberammergauer Ignaz Daser stiftete den Antonius-Altar
Im Jahr der Kirchenweihe übernimmt Albert Königsmann die
Pfarrei. Er wird später Dekan des Klosters Rottenbuch.
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1750
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Erstmals wird das Passionsspiel auf der Grundlage des neuen
Textes von Pater Ferdinand Rosner OSB aus Ettal aufgeführt.
Die erste Aufführung an Pfingsten wird durch schweren Schneefall
behindert.
Die Neuinszenierung verursacht recht hohe Kosten für die
Gemeinde. Das Minus beläuft sich auf knapp über 88 Gulden,
obwohl knapp 11.000 Zuschauer kommen.
Die Gemeinde wählt den hl. Gregorius den Wundertäter zum
Fürbitter in Wassergefahren.
Zur besseren Abwehr von Feuergefahren lässt die Gemeinde
in Telfs (Tirol) eine neue Spritze anfertigen.
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1752
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In der Oberammergauer Pfarrkirche St. Peter und Paul wird
der hl. Kreuzweg eingesetzt.
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1758
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Die Kreuzschule wird nun auf einem öffentlichen Platz und
nicht mehr in der Kirche aufgeführt. Es wird beschlossen,
sie jeweils zwei Jahre vor dem Passionsspiel auf die Bühne
zu bringen.
Johann Martin Reichard wird der neue Lehrer von Oberammergau.
Bis zu seinem Tod 1802 bleibt er hier Schulmeister.
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1760
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Erneut kommt das barocke Passionsspiel des Ettaler Paters
Ferdinand Rosner zur Aufführung. Mittlerweile gilt dieses
Spiel vielen Orten in Bayern als nachzuahmendes Vorbild
eines geistlichen Schauspiels.
Erneut muss die Gemeinde für die Aufführung der Passion
Gelder aus der Gemeindekasse zur Verfügung stellen. Letztlich
bleibt ein Minus von 156 Gulden, das auszugleichen ist.
Der in Oberammergau geborene Gottlieb Eyrl, der Dominikaner-Ordensbruder
in Rom ist, stiftet mit Datum vom 3. November 1760 seiner
Heimatgemeinde die Reliquien des hl. Märtyrers Amandus.
Der Oberammergauer Kaufmann Jakob Roder macht sich mit
ihnen von Neapel kommend auf den Weg nach Oberammergau.
Nach der kunstvollen Fassung der Reliquien im Augsburger
Sternkloster werden sie in der neuen Pfarrkirche eingesetzt.
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1762
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Augustin Pärtl heißt der neue Pfarrer von Oberammergau.
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1763
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Zum letzten Mal findet in diesem Jahr am Karfreitagsabend
der Umzug der Geißler statt. Wegen diverser Ausschreitungen
wird dieser Brauch in ganz Bayern verboten.
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1765
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Die Gemeinde errichtet am Kalkofen unterhalb des Labers
die St. Gregorius-Kapelle.
Am 14.5.1765 werden dort in andächtiger Prozession die
Bilder eingesetzt.
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1766
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Beginn der Arbeiten an der Erhebung der neuen Landstraße
im Ammertal.
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1767
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Im September 1767 tritt die Laine erneut über die Ufer.
Viele Äcker und der Ort werden verwüstet.
Die Gemeinde veranlasst den Bau von sechs Dämmen im Tal
zwischen Aufacker und Laber zur Bändigung der Laine.
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1769
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Am 25.5.1769 tritt die Laine über ihre Ufer.
Ein kurfürstlicher Kommissar, der wegen des Hochwasserproblems
nach Oberammergau gekommen war, schlägt vor, die Laine
entlang der Berge im Norden des Ortes ins Moos zu leiten.
In den Gemeinderechnungen 1770 / 71 erscheinen zwar einige
Posten für den Bau dieses neuen Lainebettes, doch bald
danach wird dieses Projekt eingestellt.
Am 24.8.1769 wird der Ammergau von zwei schweren Erdstößen
erschüttert.
In den nächsten sechs Jahren ist Gaudenz Perchtold der
Pfarrer von Oberammergau.
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1770
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Am 31. März 1770 wird ein allgemeines Verbot von Passionsspielen
in Bayern erlassen.
Oberammergau entsendet zwei Deputierte nach München, um
doch noch eine Ausnahmegenehmigung zu erlangen.
Am 22. Mai 1770 wird das Ersuchen der Oberammergauer endgültig
negativ beschieden.
Die bis dahin von der Gemeinde getätigten Ausgaben in Höhe
von knapp 156 Gulden müssen die Einwohner tragen.
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1774
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Am 26. Januar 1774 brennen im Ort sechs Häuser nieder,
nachdem im Anwesen des Franz Anton Rutz ein Feuer ausgebrochen
war.
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1775
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Am 16. September 1775 hält sich Fürstbischof Joseph Ludwig
von Freising in Oberammergau auf und zelebriert eine hl.
Messe.
Mansuet Mörwald übernimmt die Pfarrei.
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1776
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Am Pfingstmontag findet die Premiere der Komödie „Die Komödie
vom hl. Hermenegild“ statt.
Erneuter Wechsel an der Spitze der Pfarrei. Floridus Lachmayr
ist der neue Ortsgeistliche.
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1777
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Verheerender Ortsbrand in Unterammergau am 23. Mai 1777.
Die Oberammergauer Bevölkerung hilft mit zwei Spritzen
bei den Löscharbeiten.
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1778
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In diesem Jahr wird wieder die Kreuzschule aufgeführt.
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1780
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Die Gemeinde Oberammergau erhält die Erlaubnis, das Passionsspiel
in diesem Jahr zur Aufführung zu bringen. Hilfreich ist
dabei auch die Vorlage eines neu betitelten und überarbeiteten
Textes von Pater Magnus Knipfelberger, der den Rosner-Text
auf knapp unter 5000 Verse gekürzt hat (von ehedem fast
8500 Versen).
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1781
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Die Straße zwischen Au (Oberau, Ldk. Garmisch-Partenkirchen)
und Hechendorf bei Murnau wird neu erhoben.
Damit kommt das Rottfuhrwesen durch das Ammertal fast völlig
zum Erliegen.
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1785
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Die Gemeinde hat sich mittlerweile dazu entschlossen, die
Kreuzschule schon fünf Jahre vor dem Passionsspiel aufzuführen.
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1786
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In Unterammergau wird eine Lokalkuratie der Pfarrei eingerichtet.
Der Kaplan nimmt dort seinen ständigen Sitz und verlässt
Oberammergau.
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1790
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Die Gemeinde kann in diesem Jahr fünf Aufführungen der
Passion durchführen.
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1791
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Zum wiederholten Male werden die Passionsspiele in Bayer
verboten. Oberammergau wird aber sein Privileg von 1780
bestätigt.
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1792
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Benedict Seidl folgt Melchior Dösch als Richter nach. Er
bleibt es bis zur Auflösung des Klosters Ettal 1803.
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1793
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Eine schwere Viehseuche betrifft auch die Tierbestände
im Ammergau. Von September bis Dezember 1793 gehen knapp
200 Tiere zu Grunde.
Der Augustinerchorherr Franz Rid wird neuer Pfarrer.
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1796
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Am 26. August 1796 lagern 6000 Mann der kaiserlichen Armee
auf der Herrenpuit. Am folgenden Tag werden erneut 7000
Soldaten, die sich auf Durchmarsch befinden, hier einquartiert.
In dieser schwierigen Zeit übernimmt Albin Schwaiger das
Amt des Pfarrers von Oberammergau. Er bleibt über das
Jahr 1803 hinaus Pfarrer im Ort.
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Ende
18. Jhd.
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In der Gemeinde leben 197 anlagepflichtige Männer. Man
verzeichnet 205 Haushaltungen im Ort, die sich auf 128
Häuser verteilen. Insgesamt gibt es damals 208 Herdstellen
in Oberammergau.
Zwischen 1791 und 1800 werden durchschnittlich 35 Kinder
pro Jahr geboren.
Der Grundbesitz in der Gemeinde teilt sich auf 147 halbe
Viertel, zu dem noch 16 halbe Viertel als Eigentum des
Klosters Ettal kommen.
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1800
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Am 12. Juli 1800 kommt es im Gebiet um die Gemeinde Oberammergau
zu Kämpfen zwischen den kaiserlichen Truppen und der französischen
Armee. Die Franzosen plündern im Ort.
Zum Gedenken an diesen Tag werden in der Pfarrkirche Kanonenkugeln
aufgehängt.
Trotz der Kriegswirren wird das Passionsspiel in diesem
Jahr fünfmal aufgeführt. Im folgenden Jahr werden die
Spiele nachgeholt, die 1800 wegen des Krieges nicht mehr
auf die Bühne gebracht werden konnten. Viele Österreicher
befinden sich unter den Zuschauern.
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1801
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Joh. Nikolaus Unhoch wird neuer Frühmessbenefiziat in Oberammergau.
Der am 6. Dezember 1762 geborene Sohn eines Oberammergauer
Bildschnitzers besuchte die Schule in Ettal und anschließend
das Jesuiten-Kollegium in Augsburg. Während seiner Zeit
in Oberammergau war er auch kurfürstlicher Schulinspektor
für den Ammergau.
Im Jahr 1823 veröffentlicht er ein wichtiges Werk über
die Bienenzucht: „Anleitung zur wahren Kenntniß und zweckmäßigsten
Behandlung der Biene“
Im selben Jahr verlässt er nach einem Streit mit der Gemeinde
seinen Geburtsort und wird Frühmesser in Garmisch.
Am 24. Mai 1833 stirbt er in Schongau, wo er bereits 1826
das St.-Nikasi-Benefizium übernommen hatte.
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1802
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Der gebürtige Oberammergauer Rochus Dedler wird Lehrer
in seiner Heimatgemeinde.
Der am 15. Januar 1779 geborene Dedler stirbt am 15. Oktober
1822 in Oberföhring. Der begnadete Komponist schuf neben
vielen kirchenmusikalischen Werken auch die Passionsmusik,
die 1810 erstmals erklang. Bis heute werden seine Werke
in Oberammergau aufgeführt.
Seit diesem Jahr finanziert die Gemeinde zusätzlich einen
Hilfslehrer, um die wachsende Zahl an Schülern besser
versorgen zu können.
Eine Milzbrandseuche rafft 40 Stück Hornvieh dahin.
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1803
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Eine Chronik vermerkt unter dem 11. März 1803, dass in
Oberammergau und Ettal Erdstöße vernommen wurden.
Am 1. April 1803 wird die Aufhebung sämtlicher Prälatenklöster
und geistlicher Herrschaften in Bayern wirksam. Davon
sind auch die beiden Klöster Ettal und Rottenbuch betroffen,
welche die politische bzw. geistliche Herrschaft über
Oberammergau inne hatten.
Am 10. Oktober 1803 beginnt der Verkauf der Ettaler Gründe
im Ammergau. In Oberammergau werden 117 Parzellen veräußert.
58 Oberammergauer Gemeindemitglieder sind daran beteiligt
und kaufen eins oder mehrere Grundstücke.
Auch das Ettaler Gericht in Oberammergau hört zu diesem
Zeitpunkt auf zu existieren.
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ab 1803
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Die Gemeinde Oberammergau untersteht dem Landgericht Schongau.
In den ersten Monaten des Jahres war die Gemeinde dem
provisorischen Landgericht Murnau unterstellt.
Ab 1808 war das Landgericht Schongau und damit die Gemeinde
kurzzeitig dem Illerkreis zugeordnet, ab 1817 erfolgte
wieder die Eingliederung in den Isarkreis in Altbayern.
In Oberammergau werden erstmals die vier Jahrmärkte abgehalten.
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1804
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Der letzte Propst des Stifts Rottenbuch, Herkulan Schwaiger,
zieht nach Oberammergau. Er bewohnt das ehemalige ettalische
Richterhaus, das ursprünglich von Joseph Ignaz Daser erbaut
wurde.
Eine kurfürstliche Kommission kommt nach Oberammergau,
um die Organisation der Pfarrei der veränderten Lage anzupassen.
Das bisherige Pfarrgut bestand aus 33 ¼ Tagwerk. Davon
werden 20 Tagwerk als künftiges Pfarrwiddum dem Pfarrer
förmlich zu gewiesen.
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1805
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Das kurfürstliche Generallandeskommissariat bestätigt den
Pfarrvikar Albin Schwaiger am 28. Oktober 1805 als Pfarrer
von Oberammergau.
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1806
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Mit einem feierlichen Hochamt, Festgeläute und Böllerschüssen
feiert die Gemeinde die Erhebung Bayerns zum Königreich.
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1810
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Schon im Jahr 1801 wies Maximilan Graf Montgelas den Ettaler
Richter in Murnau an, den Oberammergauern das Spielen
der Passion nicht mehr zu erlauben. Daher kann 1810 keine
Aufführung erfolgen.
Das Ordinariat in Freising bestätigt am 14. November 1810
die Neuordnung der Pfarrorganisation.
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1811
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Die Gemeinde kämpft eisern für die Spielerlaubnis, die
ihr im März 1811 erteilt wird. Nicht zuletzt die Vorlage
eines neuen Textes, der von Pater Ottmar Weiss verfasst
wurde, überzeugt die Regierung. Zudem komponierte Rochus
Dedler eine völlig neue Musik.
Die zahlreichen Besucher zeigen sich begeistert von dem
neuen Spiel.
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1812
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Auch Oberammergauer Männer nehmen am Russlandfeldzug Napoleons
teil. Elf dieser Männer fallen in Russland, nur drei kommen
zurück in die Heimat.
Der letzte Wolf wird im Ammergau erlegt.
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1815
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Im Sommer 1815 wird elfmal das Passionsspiel aufgeführt.
Unter den Besuchern finden sich unter anderem Prinz Eugen
und Maximilan Graf Montgelas. Pater Ottmar Weiss arbeitet
erneut seinen Text um, Rochus Dedler musste daher die
Musik teilweise neu komponieren.
Nikolaus Unhoch baut aus diesem Anlass eine neue Bühne,
die vor allem durch die klassizistischen Formen auffiel.
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1816
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Die Laine wird verlegt. Ihr Bett führt nun durch die Furch
in die Ammer und ist damit weiter vom Ort entfernt.
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1817
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In der Nacht vom 18. auf den 19. November zerstört eine
Feuersbrunst in Oberammergau 34 Häuser, darunter das Schulhaus,
in dem auch das Archiv der Gemeinde untergebracht war.
Als Konsequenz des Dorfbrandes entsteht im folgenden Jahr
1818 die äußere Gasse in Richtung Ettal. Die dort errichteten
Häuser werden weit entfernt voneinander gebaut.
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1818
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Statt der Sechs leitet nun ein Obmann, d.h. ein Bürgermeister
die Geschicke der Gemeindeverwaltung.
Die letzten Sechs waren 1817 / 18: Martin Tobias Hohenleitter,
David Linder, Ignaz Zwink, Franz Rutz, Johann Liebherr,
Rupert Anwander.
Von 1818 bis 1830 ist Dominicus Rutz der Gemeindevorsteher.
Ein neues Schulhaus wird errichtet.
Nach den Krisenjahren unter Napoleon verbessert sich die
wirtschaftliche Situation im Ort wieder. Die Schnitzindustrie
erfreut sich an der großen Nachfrage nach Oberammergauer
Schnitzwaren.
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1820
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Pater Ottmar Weiss leitet ein letztes Mal das Passionsspiel.
Nur noch in diesem Spieljahr wird es auf dem Friedhof
nahe der Pfarrkirche aufgeführt.
Ähnlich dem Text von Ferdinand Rosner Mitte des 18. Jahrhunderts
wurde auch der Weiss-Text zum Vorbild vieler Passionsspiele
im alpenländischen Raum.
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1821
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Der Oberammergauer Verleger Georg Lang stirbt am 4. November
1821 im Alter von 73 Jahren.
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1824
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Kurz nach seiner Resignation als Oberammergauer Pfarrer
stirbt Albin Schwaiger am 6. September 1824 in Rottenbuch.
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1825
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Zum ersten Mal in diesem Jahrhundert wird die Kreuzschule
in Oberammergau aufgeführt. Der Text dazu stammt von Pater
Ottmar Weiss.
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ab 1826
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Wegen des langen Weges nach Schongau wird die Gemeinde
Oberammergau dem Landgericht Werdenfels zugeordnet, welches
seinen Sitz im näher gelegenen Garmisch hat.
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1829
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Kronprinz Maximilian und Prinz Otto besuchen das Schnitzwarenlager
von Johann Ev. Lang.
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1830
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Das Passionsspiel findet heuer erstmals auf der neu errichteten
Bühne außerhalb des Ortes statt. Bis dato wurde auf dem
Friedhof gespielt. Knapp 13000 Besucher kommen wegen des
Spiels nach Oberammergau.
Am 28. Mai 1830 stirbt Herkulan Schwaiger in Oberammergau.
1819 wurde ihm sogar von König Maximilian I. der Bischofsstuhl
von Augsburg angetragen, welchen er aber abgelehnt hat.
Jakob Wiedemann wird Gemeindevorsteher und übt das Amt
bis 1833 aus.
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1831
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König Ludwig I. besucht am 11. August 1831 das ehemalige
Kloster Ettal und anschließend die Passionspielgemeinde.
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1833
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Der Wachsbossierer Andreas Bierling folgt Jakob Wiedemann
als neuer „Bürgermeister“ der Gemeinde nach.
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1836
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Gründung des St.-Lukas-Vereins zur Unterstützung unverschuldet
hilfsbedürftiger Mitglieder.
1850 erhält der Verein von König Maximilian 1000 Gulden
als Geschenk.
Es kommt zur Erweiterung des Vereinszwecks auf die Sicherung
der Wohlfahrt der lokalen Kunstproduktion.
Im Jahr 1857 weist der Verein ein Gesamtvermögen von 1200
Gulden auf. Vorstand ist der Verleger Johann Ev. Lang.
Von 1836 bis zu seinem Tod am 24. April 1852 ist Michael
Diemer Gemeindevorsteher von Oberammergau.
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1838
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Die Bevölkerung führt zwei Theaterstücke von Kotzebue auf.
Kronprinz Maximilian veranstaltet am 25. Oktober 1838 erstmals
eine Kofeljagd in Oberammergau.
Im November 1842 und im August 1843 reist er ebenfalls
zur Kofeljagd ins Ammertal.
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1839
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Pfarrer Georg Alois Plutz resiginiert als Pfarrer von Oberammergau.
Bis zu seinem Tod lebt er in seinem Wohnhaus, das er an
der Stelle des alten Gemeindekastens errichtet hatte.
Heute befindet sich an dieser Stelle das Rathaus.
Die Gemeinde beschließt die Kultivierung des Lindermooses.
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1840
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Johann Ev. Bahngruber wird am 4. Februar 1840 zum Oberammergauer
Pfarrer ernannt. Fünf Jahre später wechselt er nach Attenkirchen
bei Freising.
Die Aufführungen des Passionsspiels werden in diesem Jahr
sehr gut besucht (ca. 35.000 Besucher). Die Gemeinde erzielt
einen Gewinn von 16000 Gulden.
Der königliche Landrichter Allioli macht sich um das Passionsspiel
sehr verdient. Außerdem wird das Spiels erstmals durch
etliche Zeitschriftenaufsätze und Berichte öffentlich
gewürdigt.
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1844
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Am 16. Juni 1844 verlieren 24 Familien durch eine Feuersbrunst
ihre Häuser.
Kronprinz Maximilian spendet für die betroffenen Familien
450 Gulden, die Bauern aus Graswang 100 Gulden und der
aus Oberammergau stammende Münchner Hofchirurg Joh. Nep.
Frankl 50 Gulden.
Darüber hinaus initiiert der Verleger Johann Lang 1850
zu Gunsten der Betroffenen eine bayernweite Sammlung.
Allein in München werden 2000 Gulden gespendet, insgesamt
kommen 9100 Gulden zusammen.
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1845
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Joseph Alois Daisenberger wird als Pfarrer von Oberammergau
installiert. Als Bearbeiter des Passionstextes von Pater
Ottmar Weiss und Verfasser der Geschichte des Dorfes Oberammergau
prägt er das Leben in der Gemeinde über Jahrzehnte.
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1848
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König Maximilian besucht Oberammergau und wird von der
Bevölkerung begeistert empfangen.
In Oberammergau regt sich erstmals politisches Leben angesichts
der Revolution in Deutschland. Die Bevölkerung ist aber
weiterhin mehrheitlich liberal-konservativ eingestellt.
Die Oberammergauer stellen ein Landwehr-Freikorps auf,
das aus 130 Mann besteht und von Martin Schaller kommandiert
wird.
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1849
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Das Oberammergauer Freikorps wird am 14. Mai 1849 von Herzog
Max in Bayern gemustert.
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1850
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Die 14 Aufführungen des Passionsspiels werden überaus gut
besucht. Die Zahl der Besucher steigt auf knapp 45.000.
Erstmals wird der überarbeitete Text von Joseph Alois
Daisenberger gespielt. Aus den Gewinnen des Passionsspiels
stiftet die Gemeinde 6500 Gulden für gemeinnützige Zwecke,
10000 Gulden werden an die Mitwirkenden ausbezahlt.
Die Studentenvereinigung Ambronia gründet in Oberammergau
eine Gesellschaft. Schnitzer und Studenten bilden die
Mitglieder.
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1851
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Am Ort wird eine Postexpedition errichtet, nachdem die
Verbindung von Au nach Schongau zur Poststrasse erhoben
wurde.
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1852
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Nach dem Tod von Michael Diemer wird Josef Jakob Rutz Gemeindevorsteher.
Er bleibt es bis 1857.
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1854
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Gründung des St. Johannis – Local – Zweigvereins mit dem
Ziel der Armenunterstützung. Im Jahr 1857 unterstützt
er 30 Personen.
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1856
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Die Gemeinde beginnt mit dem Bau eines Kanals zum Schutz
vor dem Laine-Hochwasser. Abgeschlossen werden die Arbeiten
im Jahr 1858.
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1857
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Der Erzbischof Gregor von München und Freising spendet
am 24. Juni 1857 in Oberammergau das hl. Sakrament der
Firmung.
Der Bildschnitzer Rupert Schauer wird Gemeindevorsteher
von Oberammergau. Als eine seiner ersten Amtshandlungen
lässt er die Kultivierung des Scherenlaichs (zwischen
Graswang und Oberammergau) durchführen, um mehr landwirtschaftliche
Flächen im Ammertal zu gewinnen.
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1858
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Johann Ev. Lang übergibt das Verlagsgeschäft an seinen
Sohn Eduard Lang.
Im Jahr 1858 betreiben 62 Männer das Schnitzgewerbe in
Oberammergau. Daneben betreiben 18 Oberammergauer das
Lohnfuhrwerk bzw. den Holzhandel, 48 Tagelöhner arbeiten
(meist als Holzarbeiter) im Ort, 5 Jagdgehilfen, 7 Gastwirte
und diverse andere Handwerker verdienen ihren Lebensunterhalt
in der Kofelgemeinde.
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1860
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Im Vergleich zum Passionsspiel von 1850 wächst die Zahl
der Besucher erneut stark an. 100.000 Zuschauer besuchen
die 21 Aufführungen und sind begeistert von dem von Pfarrer
Joseph Alois Daisenberger neu erarbeiteten Text und der
Musik von Rochus Dedler.
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1861
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Der Turn- und Sportverein wird in Oberammergau gegründet.
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ab 1862
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Neu eingerichtete Bezirksämter als untere Verwaltungsebene.
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1866
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Lehrer Sacerdos Schaber gründet mit 19 Sänger den Männergesangsverein
Liederkranz.
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1869
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Gründung der Freiwilligen Feuerwehr am 18. November 1869.
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1870
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Erstmals wird im Rahmen der Vorbereitung der Passionsspiele
das Passionsspielkomitee erwähnt. Die Aufführungen werden
durch den Deutsch-Französischen Krieg unterbrochen im
Jahr 1871 fortgesetzt. Auffällig ist die Vielzahl von
Besuchern aus England und Amerika.
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1876
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Antrag auf Erhebung des Bierpfennigs zum Abbau des Schuldenbergs
am 10. Oktober 1876. Mittlerweile 34.000 Mark Schulden
und jährliche Zinsen in Höhe von 1.800 Mark.
Regierung von Oberbayern gewährt nur einen statt zwei Pfennig
Lokal-Malzaufschlag. Der Bierpfennig bleibt bist 1919
erhalten.
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1877
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Ludwig Lang beginnt mit Schnitzunterricht für den Oberammergauer
Schnitzernachwuchs.
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1879
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Die Gesellschaft Feuchtes Eck wird in Oberammergau gegründet.
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1880
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Johann Ev. Lang, der Bürgermeister Oberammergaus, wird
neuer Spielleiter. Unter seiner Ägide wird der Umbau der
Bühne durchgeführt. Knapp 100.000 Besucher sehen das Spiel.
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1881
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Eröffnung des neuen Rathauses. Davor waren die Amtsräume
der Gemeinde im Schulhaus untergebracht.
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1883
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Geistlicher Rat Joseph Alois Daisenberger, langjähriger
Pfarrer von Oberammergau, Verfasser des Passionstextes
und der Geschichte des Dorfes Oberammergau stirbt.
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1884
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Gründung des Verschönerungs- und Verkehrsvereins durch
Guido Lang.
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1887
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Oberammergauer Lohnarbeiter gründen einen Unterstützungsverein
für Holz- und Erdarbeiter. 1912 Neugründung und Aufstellung
neuer Statuten.
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1889
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Die neue Kienbergstraße, die Oberau mit Ettal und dem Ammertal
verbindet, wird eröffnet.
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1890
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Das Passionsspiel wird von insgesamt 124.000 Besuchern
gesehen.
Die Schnitzschule bezieht die neuen Räume an der Ettaler
Straße. Ab 1908 kann an der hiesigen Schnitzschule die
Gesellenprüfung abgelegt werden.
Nach den Passionsspielen wird das neue Krankenhaus errichtet,
welches sich die Gemeinde wegen der Gewinne aus dem Passionsspiel
endlich leisten kann.
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1894
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Gründung des Bürgervereins. Zweck des neuen Vereins war
u.a. die Bekämpfung der katastrophalen Finanzpolitik des
Bürgermeisters Johann Evangelist Lang. Ziel ist eine Erhöhung
des allgemeinen Wohlstandes.
Bau eines Wasserreservoirs in St. Gregor zur Optimierung
der Trinkwasserversorgung.
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1898
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Die Modernisierung der Wasserversorgung in Oberammergau
kommt zu einem Ende. Mittlerweile sind fast alle Haushalte
an das Leitungsnetz angeschlossen.
In diesem Jahr wird die Landwirtschafts- und Gewerbebank
im Ort gegründet.
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1899
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Gründung des Bienenzuchtvereins.
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1900
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175.000 Besucher sehen das Passionsspiels, das von Ludwig
Lang geleitet wird. Anton Lang spielt erstmals den Christus.
Die Gäste der Passionsspiele können erstmals direkt mit
dem Zug bis nach Oberammergau fahren, nachdem die Lokalbahn
AG die Verbindung zwischen Murnau und Oberammergau eröffnet
hat.
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1901
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Eröffnung des neuen Übungstheaters im Oktober 1901.
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1903
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Leseverein wird gegründet. Ziel ist u.a. die Förderung
junger Talente für die Passion.
1908 wird im Haus von Guido Lang ein Leseraum eingerichtet.
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1905
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Die Gemeinde führt erstmals seit langer Zeit wieder die
Kreuzschule auf.
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1906
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Gründung des Obstbauvereins und des Musikvereins.
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1906-
1911
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Durchführung der Ammerkorrektion
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1907
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Heinrich Uhlschmid gibt die erste Oberammergauer Zeitung
heraus, die „Ammergauer Zeitung“. Im Jahr 1938 muss sie
unter dem Gleichschaltungsdruck der Nationalsozialisten
ihr Erscheinen einstellen.
In Oberammergau wird ein Sozialdemokratischer Verein gegründet.
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1909
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Die Schnitzschule bezieht im November 1909 das neue Schulhaus,
das vom Münchner Architekten Franz Tell entworfen worden
ist. Zu diesem Zeitpunkt sind 100 Schüler eingeschrieben,
wovon 38 von auswärts kommen.
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1910
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Ludwig Lang, der Direktor der Schnitzschule, inszeniert
das Passionsspiel. Über 220.000 Besucher sehen das Spiel,
das wiederum nach dem Text von Joseph Alois Daisenberger
und der Musik von Rochus Dedler inszeniert wird.
Guido Lang schlägt vor, im Gebäude der alten Schnitzschule
einen Kinderhort einzurichten.
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1918
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Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges formiert sich
in Oberammergau das politische Leben neu. Im November
bzw. Dezember 1918 bilden sich die Bayerische Volkspartei
und die SPD im Ort.
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1919
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Im Oktober initiiert Guido Lang die Gründung einer Kleinwohnungsbau-genossenschaft,
um die Wohnungsnot im Ort zu bekämpfen.
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1922
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Erst in diesem Jahr können die Passionsspiele, die eigentlich
1920 aufgeführt werden sollten, realisiert werden. Die
Lebensmittelknappheit und die Kriegsgefangenschaft vieler
Mitwirkender machte den späteren Termin notwendig.
Wegen der Inflation im folgenden Jahr 1923 kann die Gemeinde
von diesem Spiel finanziell nicht profitieren.
Spielleiter ist erstmals der noch junge Bildhauer Georg
Johann Lang. Über 310.000 Besucher bedeuten einen erneuten
Rekord der Zuschauerzahlen.
Im Mai 1922 wird das Waisenheim eröffnet, welches dank
einer Spende der deutschstämmigen US-Bürgerin Marie Mattfeld
realisiert werden konnte. Trägerin des Heims ist die Stadt
München.
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1923
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Der Verein Heimatkunst Oberammergau e.V. bildet sich in
Konkurrenz zum St.-Lukas-Verein.
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1924
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Die Oberammergauer, die Ende 1923 in die USA gereist waren,
kehren von ihrer erfolgreichen Werbetour für das hiesige
Schnitzhandwerk zurück. Neben Verkaufsausstellungen in
vielen amerikanischen Städten wurde der Empfang beim US-Präsidenten
zum wohl prägendsten Erlebnis der von Anton Lang angeführten
Delegation.
Eröffnung des neuen Postamts an der Rottenbucherstraße.
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1926
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Nach längeren Diskussionen werden im August 1926 die Ammergauer
Berge zum Naturschutzgebiet erklärt.
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1927
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Vereinigung der beiden Trachtenvereine zum Volkstrachtenverein
D’Ammertaler.
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1929
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Das Passionstheater wird nach den Plänen von Georg Johann
Lang umgebaut.
Im August 1929 gründet sich die Ortsgruppe der NSDAP.
Aus den Gemeindewahlen 1929 geht Hanns Mayr als Gewinner
hervor. Er wird der neue Bürgermeister von Oberammergau.
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1930
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420000 Besucher sehen in diesem Jahr die Passionsvorstellungen.
Die neue Inszenierung von Spielleiter Georg Johann Lang
wird begeistert aufgenommen. Dazu beigetragen hat auch
die völlig erneuerte Bühne.
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1931
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Die neu gebaute Turnhalle wird eröffnet.
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1932
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Die Gemeinde wird ebenfalls von der wirtschaftlichen Krise
in Deutschland schwer getroffen. Die Zahl der Arbeitslosen
und Wohlfahrtsempfänger in Oberammergau steigt stark an.
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1933
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Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Deutschen
Reich zieht auch im Ort gravierende Veränderungen nach
sich.
Neuer Bürgermeister wird Raimund Lang, der erst nach einem
wochenlangen Tauziehen und nur mit Hilfe von Gauleiter
Adolf Wagner den Amtsinhaber Hanns Mayr verdrängen kann.
Die Gemeinde beschließt für das folgende Jahr die Veranstaltung
von Jubiläumspassionsspielen aus Anlass des 300jährigen
Jubiläums.
Im Juli 1933 wird das Pestspiel von Leo Weismantel uraufgeführt.
Es dient als Vorbereitung der Schauspieler auf die Passion
im nächsten Jahr.
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1934
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Unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Hermann Esser
werden die Passionsspiele während der Sommermonate durchgeführt.
440.000 Besucher sehen das Spiel, wobei die Zahl der ausländischen
Besucher durch die neue politische Situation in Deutschland
stark zurückging.
Mitte August 1934 kommt auch Reichskanzler und Führer Adolf
Hitler nach Oberammergau und nutzt das Spiel zu propagandistischen
Zwecken.
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1935
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Die Gemeinde beschließt die Errichtung einer Siedlung in
St. Gregor und den Bau eines Bades, das ebenfalls in St.
Gregor entstehen soll.
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1937
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Die am Fuß des Labers neu errichtete Kaserne der Wehrmacht
wird von der Gebirgsnachrichtenabteilung 54 im Oktober
1937 bezogen.
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1938
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Das neu gebaute Schulhaus wird eingeweiht. Im Rahmen dieser
Feier werden Eugen Papst und Michael Zeno Diemer zu Ehrenbürger
von Oberammergau ernannt.
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1940
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Wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs im September
1939 kann das Passionsspiel nicht aufgeführt werden.
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1943
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Die Messerschmitt AG verlegt einen Teil ihrer Rüstungsproduktion
in die Hötzendorf-Kaserne nach Oberammergau und legt Produktionsstollen
im Laber-Massiv an.
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1945
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Ende April 1945 marschieren US-Truppen in Oberammergau
ein. Damit ist für den Ort der Zweite Weltkrieg beendet.
119 Gefallene und 54 Vermisste hat der Ort zu beklagen.
Zudem sterben kurz nach dem Kriegsende erneut fast 20
Oberammergauer an den Folgen des Kriegs.
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1948
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Raimund Lang, der unter den Nationalsozialisten zwölf Jahre
lang Bürgermeister des Ortes war, wird von der Mehrheit
der Bevölkerung in dieses Amt gewählt.
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1949
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Die Integration der in Oberammergau untergekommenen Heimatvertriebenen
gestaltet sich als schwierig. Kritik löst der Vorschlag
aus, Vertriebene in andere Bundesländer abzuschieben,
damit Platz für die Gäste der Passionsspiele 1950 geschaffen
werden kann.
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1950
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Das erste Passionsspiel nach dem Krieg wird von 480.000
Besuchern gesehen. Unter ihnen befanden sich auch Bundeskanzler
Konrad Adenauer und Bundespräsident Theodor Heuß.
Eugen Papst nahm einige Veränderungen an der Musik von
Rochus Dedler vor.
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1953
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Die Gemeinde kauft das Museum des Verlegers Lang und verfügt
damit über ein eigenes Heimatmuseum.
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1957
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Nachdem schon in den dreißiger Jahren Pläne diskutiert
wurden, den Laber mit einer Seilbahn zu erschließen, diese
Überlegungen aber aus verschiedenen Gründen im Sande verliefen,
freut man sich im Fremdenverkehrsort, dass 1957 endlich
eine Seilbahn auf den Laber zur Verfügung steht.
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1959
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Kurz vor den Passionsspielen 1960 erhält die Volksschule
einen Erweiterungsbau, um die Grundschulklassen besser
unterbringen zu können. Außerdem wird in Oberammergau
ein Kindergarten errichtet.
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1960
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Die Bemühungen von Spielleiter Georg Johann Lang für einen
neuen Text scheitern. Er wiederholt daher die Inszenierung
von 1930. Die Frage der Darstellung der Juden im Passionsspiel
wird ein wichtiges Thema in der Diskussion um die Reform
des Passionsspiels.
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1961
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Das neue Feuerwehrgerätehaus in der Nähe des Passionstheaters
wird fertiggestellt.
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1966
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Nachdem Raimund Lang nicht mehr als Bürgermeister kandidierte,
entscheidet sich die Bevölkerung mehrheitlich für Ernst
Zwink als Nachfolger im Amt des Gemeindeoberhaupts.
Der neue Pfarrhof neben der Volksschule wird eingeweiht.
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1969
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Im Kolbenskigebiet geht die Einersesselbahn in Betrieb.
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1970
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Nachdem Spielleiter Hans Schwaighofer kurzfristig von seinem
Amt zurücktritt, da wiederum die Daisenberger-Passion
aufgeführt wird, übernimmt der ehemalige Christus-Darsteller
Anton Preisinger die Leitung. Das Passionsspielkomitee
stimmt einigen Veränderungen des Textes zu.
Mehr als 530.000 Besucher sehen das Spiel. Die Kritik von
jüdischer Seite an dem Spiel wird immer größer.
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1971
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Das gemeindliche Krankenhaus, welches nach der Passion
1890 errichtet worden war, wird geschlossen.
Im gleichen Jahr wird die Waldburg-Zeilsche Klinik auf
dem Lärchenhügel errichtet, die sich zu einer der führenden
Behandlungszentren bei Rheumaleiden in Deutschland entwickelt.
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1972
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Als Sieger der Kommunalwahlen geht Ernst Zwink hervor.
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1974
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Die Bundeswehr richtet in der ehemaligen Hötzendorf-Kaserne,
die nach dem Krieg von der US-Armee genutzt wurde, die
Bundeswehr-Verwaltungsschule ein.
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1977
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Der Ausbau der Ammer wird abgeschlossen.
Hans Schwaighofer inszeniert im Auftrag der Gemeinde die
Rosner-Passion. Die Meinungen darüber gingen weit auseinander.
Bei einer Bürgerbefragung im Dezember 1977 votiert die
überwältigende Mehrheit der Bevölkerung (75 Prozent) für
die Beibehaltung der Passion auf der Grundlage des Daisenberger-Textes
und der Musik von Rochus Dedler.
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1978
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Bei den Kommunalwahlen siegen die konservativen Listen
deutlich. Ernst Zwink bleibt Bürgermeister von Oberammergau.
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1980
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Hans Maier ist der neue Spielleiter der Passionsspiele.
Erstmals werden die Hauptrollen mit zwei gleichberechtigten
Darstellern besetzt. Pater Gregor Rümmelein nimmt gemeinsam
mit dem Spielleiter Textänderungen vor.
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1984
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Aus Anlass der 350-Jahr-Feier des Passionsspiels werden
Jubiläumsspiele veranstaltet. Erneut ist Hans Maier Spielleiter,
der erneut Veränderungen am Text vornimmt und das Lebende
Bild der „Ehernen Schlange“ wieder einführt.
Rechtzeitig zu den Passionsspielen wird das Ammergauer
Haus seiner Bestimmung übergeben.
Bei den Kommunalwahlen gewinnt der junge Bürgermeisterkandidat
der Liste „Dorfpolitik – neu überdacht“, Klement Fend.
Im Spätherbst 1984 will die Rote Armee Fraktion einen Bombenanschlag
auf die NATO-Schule in Oberammergau verüben. Gott sei
Dank zündet die Autobombe nicht.
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1988
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Der aus Oberammergau stammende CSU-Politiker Max Streibl
wird Nachfolger des plötzlich verstorbenen Franz Josef
Strauß im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten.
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1989
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Kurz vor den nächsten Passionsspielen wird die neue Umgehungsstraße
dem Verkehr übergeben.
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1990
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Zu den Kommunalwahlen tritt erstmals eine Frauenliste an.
Vertreter dieser Liste erstreiten zugleich vor dem Bayerischen
Verfassungsgerichtshof das Mitwirkungsrecht bei den Passionsspielen
für verheiratete und ältere Frauen über 35 Jahren.
Christian Stückl, ein junger Oberammergauer, inszeniert
erstmals das Passionsspiel. Er verwendet wieder die alten
Bühnenbilder von Georg Johann Lang aus dem Jahr 1930.
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1991
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Die Frisia-Klinik wird eröffnet. Damit verfügt der Ort
über eine zweite Kurklinik.
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1994
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Die Gemeinde veranstaltet in den Sommermonaten erstmals
ein Klassik-Festival, die „Classicale“.
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1996
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Bei der Kommunalwahl siegt der Amtsinhaber Klement Fend
von der CSU mangels Gegenkandidaten überlegen.
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1998
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Im Dezember 1998 stirbt der ehemalige bayerische Ministerpräsident
Max Streibl. Er wird in seiner Heimatgemeinde Oberammergau
begraben.
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1999
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Im Februar 1999 wird der Oberammergauer Pfarrer Dr. Franz
Dietl von Kardinal Wetter zum neuen Weihbischof für die
Seelsorgeregion Süd in der Erzdiözese München und Freising
geweiht.
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2000
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Über 500.000 Besucher sehen die zum 40. Mal aufgeführten
Passionsspiele. Christian Stückl hat auf der Grundlage
des Daisenbergerschen Textes und der Dedler-Musik das
Spiel neu inszeniert.
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